Interview

Liebe Herrmann Männlich Leser,
im Interview können Sie sich eine eigene Meinung über die Ausflugsziele wie zum Beispiel Museen, Zoos, Brauereien und Freizeitparks selber bilden. Alle Interviewpartner stehen mit Bild und Vita zu ihrem Wort.

Herrmann Männlich im Gespräch mit Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher dem Direktor vom Mathematikum in Gießen

Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher

Über Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher

Mitglied im Vorstand des Hessischen Museumsverbands

zahlreiche Aktivitäten zur Popularisierung der Mathematik (über 1000 Vorträge, zahlreiche Bücher).

Hat das Mathematikum entwickelt, gegründet und leitet es von Anfang an.

 

 

HM: Sehr geehrter Prof. Dr. Beutelspacher, was sind für Sie persönlich die 3 Highlights der Ausstellung?

Prof. Dr. Beutelspacher: Das Mathematikum enthält über 150 interaktive Exponate, die für Besucher jeden Alters und jeglicher Vorbildung geeignet sind. Das Highlight für alle Besucher ist die Riesenseifenhaut - für mich ist dieses Experiment auch deswegen sensationell, weil jeder der 1,5 Millionen Besucher dieses Experiment mindestens einmal gemacht und - und es immer noch stabil ist! Zu meinen Highlights gehören auch die Experimente "Lights on!" und das "Penrose-Puzzle" - beides originäre Entwicklungen des Mathematikums.

HM: Welches ist das seltenste Stück und was kostet so was?

Prof. Dr. Beutelspacher: Ein 30.000 Jahre alter Wolfsknochen, auf dem 55 Striche eingekerbt sind. Es handelt sich um eine der ältesten Zahldarstellungen der Welt. Es handelt sich um ein Replikat. Das Original lag in einem Museum in Brno; es ist allerdings im 2. Weltkrieg irreparabel zerstört worden.

HM: Wer war ihr prominentester Gast?

Prof. Dr. Beutelspacher: Zur Eröffnung kam der damalige Bundespräsident Johannes Rau: ER sagte: "Mathematik kann Saß machen:;das habe ich hier erfahren."

Das Mathematikum - Außenansicht Foto: Mathematikum

 

HM: Wie viele Besucher haben Sie im Durchschnitt pro Jahr?

Prof. Dr. Beutelspacher: 150.000 Besucher

HM: Wie lange dauert ein Besuch bei Ihnen?

Prof. Dr. Beutelspacher: Eine Schulklasse bleibt 2 Stunden bei uns. Privatbesucher meist 3 bis 4 Stunden. Das Mathematikum hat menschliche Dimensionen: man kann es gut in einem halben Tag erkunden.

HM: Haben Sie da ganze Jahr über geöffnet?

Prof. Dr. Beutelspacher: Ja. Auch Montags.

HM: Kann ich bei Ihnen was essen oder trinken?

Prof. Dr. Beutelspacher: Ja. Das Mathematikum hat eine Cafeteria mit guten Produkten zu Tiefstpreisen. Außerdem können Sie das Mathematikum verlassen, ein Restaurant besuchen und am gleichen Tag Ihren Besuch im Mathematikum kostenlos fortsetzen.

Das Paraboloid Foto: Mathematikum

 

HM: Was bieten Sie für Kinder?

Prof. Dr. Beutelspacher: Das Mathematikum ist mit seinen über 150 interaktiven Exponaten ein Paradies für Kinder.

Ein Highlight für alle Besucher ist die Riesenseifenhaut Foto: Mathematikum

HM: Was könnte Hermann Männlichs Frau besonders interessieren?

Prof. Dr. Beutelspacher: Ihr Mann bekommt garantiert keine schlechte Laune!

HM: Wie kann ich Zusatzinformationen bekommen? Sind Mitarbeiter vor Ort?

Prof. Dr. Beutelspacher: Das Mathematikum ist ein Museum, für das man keine Führung und keine Zusatzinformationen braucht! Die Besucher können sich alles selbst erschließen. Trotzdem gibt es Betreuerinnen und Betreuer, die gerne helfen, gerne einen Tipp geben - aber die Lösung nicht verraten werden.

HM: Machen Sie öfter Sonderausstellungen?

Prof. Dr. Beutelspacher: Wir produzieren in jedem Jahr zwei eigenen Sonderausstellungen. Im Sommer 2013 zeigen wir die Ausstellung "Bewegte Momente" mit spannenden physikalischen Experimenten. Im Winter wird eine Ausstellung zum Thema "Zeit" zu sehen sein.

 

 

 

HM: Finde ich im Internet Informationen?

Prof. Dr. Beutelspacher: Ja auf www.mathematikum.de und auf www.facebook.com/Mathematikum

Der schwebende Ball Foto: Mathematikum

 

HM: Was könnte Herrmann Männlich seinen Freunden als besonders für Männer geeignet empfehlen?

Prof. Dr. Beutelspacher: Das Mathematikum ist ein Museum, das man ohne Stress besuchen kann. Man muss keine besondere Vorbildung mitbringen, um Spaß an den Experimenten zu haben. Und: Erfolgserlebnisse sind garantiert!

Lights on! Foto: Mathematikum

 

HM: Was ist der beste Zeitpunkt, um ungestört und in Ruhe einen Besuch zu planen und wann sind die Ballungszeiten?

Prof. Dr. Beutelspacher: Ballungszeiten sind die Wochen vor den Sommerferien. Grundsätzlich sind Nachmittage gut geeignet. Ich persönlich finde die Atmosphäre an den Wochenenden und in den Schulferien besonders schön. Manchmal ist das Haus dann zwar durch viele Besucher bevölkert, aber die Privatbesucher organisieren sich immer in perfekter Weise, so dass nirgendwo Aufregung entsteht.

HM: Wie beurteilen Sie Ihre regionale Unterstützung durch Stadtmarketing, Bevölkerung und Politik.

Prof. Dr. Beutelspacher: Politik und Stadtmarketing haben das Mathematikum von Anfang an engagiert unterstützt (zu jedem Zeitpunkt ideell, aber in kritischen Momenten auch materiell). Die Gießener Bevölkerung liebt das Mathematikum.

HM: Kann ich Parkplätze finden und wie erreiche ich Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Prof. Dr. Beutelspacher: In unmittelbarer Nähe befindet sich ein günstiges Parkhaus. Der Bahnhof Gießen ist nur 2 Minuten entfernt.

Herrmann Männlichs Fazit:

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 ist das Mathematikum zu einem echten Besuchermagnet geworden, der jährlich rund 150.000 Besucher anzieht. Von Besuchen von Schulklassen über Betriebsausflüge bis zum idealen Ort für einen Familienausflug beweist das täglich geöffnete Mathematikum seine Attraktion. Dazu trägt auch der hervorragende Standort bei: Das Mathematikum liegt nur 1 Minute vom Gießener Hauptbahnhof entfernt.

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